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Urbex

Graffiti in Gran Canaria – Ceser & Saker

Vor ein paar Jahren sind mir im Netz erstmals die Graffiti Motive der beiden Maler Ceser und Saker aufgefallen. Sie malen überwiegend auf Gran Canaria, ihr Motive habe ich in Festland-Europa noch nicht selbst gesehen bzw. fotografiert. Die Recherchen im Netz über die Orte, wo sie malen, sind nicht ganz einfach gewesen. Da beide Maler aber schon seit vielen Jahren künstlerisch auf der Insel unterwegs sind, kommt man an ihren Motiven nicht wirklich vorbei. Ob legal an Projektwänden oder Hall of fames, ob in Urbex Locations oder an den Wänden der vielen Barrancos (Schluchten die sich vom Landesinnere bis an Meer zeihen und in den urbanen Orten zu Kanälen und Tunneln werden), überall Graffiti. Wenig von anderen Malern, aber IMMER auch Ceser & Saker.
Die Insel ist ein Fest für Liebhaber der Dosenkunst, die Stile der beiden Maler ergänzen sich gut und die Suche nach den besten Orten macht tierisch Spass.
Ich habe euch in diesem Beitrag eine sehr kleine Auswahl meiner Fotos zusammengestellt. Orte werde ich nicht direkt benennen. Wer aber mit dem selben Interesse an Graffiti auf der Insel unterwegs sein will, dem kann ich ein paar Tipps geben. Schreibt mich an.
Es gibt auf der Insel natürlich nicht nur Werke von Ceser und Saker, aber…. die der beiden Schriftzüge finden sich überall.
Links:
Instagram: Ceser / ceser87
Instagram: Saker / Saker VCG
Interview: graff.funk mit Ceser
Beginnen wir mit Fotos an legalen Wänden. Eine der Wände ist in der C. Agáldar in Vecindario:

Ich habe ja ein besonderes Faible für Graffiti an und in verlassenen Orten, auch die gibt es auf Gran Canaria. Auch wenn das eher nicht fertig gebaute Betonstrukturen sind. Wenn diese Wände haben, finden sich auch Graffiti:

Die Barrancos von Gran Canaria, wenn es befestigte Wände gibt, sind beliebte Orte für die Werke der beiden Maler. Dazu zählen für mich auch die Tunnel unter den Autobahnen und die befestigten Flußläufe durch die Städte. Wasser floss dort zu der Zeit als ich auf der Insel war nicht. Die Barrancos dienen als Regenabfluss aus dem Gebirge nach dem Regen. Hier einige Motive:

Und zum Schluß noch ein paar Motive wie es sie überall gibt, Ceser/Saker Country:

Graffiti in Tschechien – JW Mindstrike

Wenn man sich ein wenig mit den großen Graffiti Malern und Malerinnen in Europa beschäftigt, stößt man in Tschechien schnell auf die Arbeiten von JW Mindstrike aka JW17. Based in Prag malt er legal, aber viele seiner Werke finden sich in den verlassenen Gebäuden im Land. Meistens nur ein Motiv pro Urbex-Location, selten 2 Motive. Die Motive werden nicht jedem gefallen, ich für meinen Teil mag diese Art Kunst im Kontext der alten Gebäude. Hier eine kleine Auswahl…..

Artwork von Bill Knospi in Werneuchen

In Sachen Graffiti zieht es mich immer wieder nach Berlin und ins Berliner Umland. In der Ecke der Republik finden sich viele wunderbare kreative Malerinnen und Maler, die in Berlin die legalen Wände verschönern aber auch die alten Gemäuer aus Vorwendezeiten nutzen, um sich künstlerisch auszudrücken. Diese Hallen, Flügplätze, ehemaligen Kasernen oder Krankenhäuser sind bei Urbexern sehr beliebt, aber auch als „Urbex-Graffiti-Hunter“ macht es viel Freude dort unterwegs zu sein. Ein gutes Beispiel sind die Graffiti von Bill Knospi (Webseite), Motive die jede/r kennt und irgendwie ins Herz geschlossen hat. Eine Auswahl.

Weitere Motive von Bill:

Lost Art im Vogtland

Heute habe ich mich mal wieder zu tief in mein Bild-Archiv vergraben, eigentlich als Vorbereitung für eine neue Reise, aber auch um in alten Erinnerungen zu schwelgen. Manche Orte sind große Überraschungen für mich, das ganze Urbex/Lost Place Thema breite ich hier im Blog ja weniger aus. Es gibt viele andere Orte dafür und in der Urbex-Szene ist das Thema Graffiti und Urbex kein einfach zu Diskutierendes. Nun, ich steh drauf und da die Fabrik hier schon neuen Gebäuden weichen musste, einige meiner Mitbringsel aus 2020.

Weitere Bilder in der Galerie:

Graffiti in Lissabon – Lost Art

In Lissabon direkt hat sich seit meinem Besuch vor 9 Jahren viel verändert. Überall wird gebaut, renoviert, erneuert, es gibt noch alte Gebäude im Stadtbild, die Stadt hat in dieser Hinsicht nichts von ihrem Charme verloren. Ist man aber in Sachen Urbex unterwegs und dann auch noch auf der Suche nach besonderer Kunst muss man die Stadtgrenzen etwas verlassen. Das geht mit Fähre, Bus und zu Fuß ganz gut, die Maler, die ich aber im speziellen gesucht habe, Odeith, Vile, Bruno Sanchez, malen etwas weiter außerhalb. Hier bietet sich ein Auto an. Eine kleine Auswahl meiner Funde möchte ich euch heute zeigen.
Lissabon ist in dieser Hinsicht (ich nenne es „Lost Art“) und meiner Meinung nach ein Hotspot in Europa, auch in Berlin und Umgebung, in Barcelona, Paris, Metz oder Unterfranken gibt es begabte Maler, die sich in verlassenen Orten verewigen. Nennen möchte ich hier insbesondere Scaf, David L., JPS, Reaoner, Anders Gjennestad (als Beispiel für den Berliner Raum) und Vile und Odeith für Lissabon.
Die Suche nach solchen Orten gestaltet sich immer etwas schwierig, das Thema Lost Places ist zwar mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft und in vielen Foren angekommen, gute Kunst in solchen Orten zu finden ist aber doch ein sehr spezieller Aspekt dem nicht viele Menschen nachgehen.
Künster.innen der Motive hier ua.: I7Matrix, Odeith, Bruno Sanchez, Vile, Elgee und Daniela Guerreiro.

Weitere Bilder in der Galerie:

Lost Art in Sachsen

Wiedermal im Sommer geht/ging es durch die ostdeutschen Lande. Urbexen mit Ziel schöne Graffiti zu finden ist der Antreiber, hier einige Beispiele einer Location, die ich bereits in der Vergangenheit besucht habe. Das Titelmotiv ist von @mr.searok & @rowdy_tmf_bbs.

Heavy Metal

In Sachen Urbex & Industrie ist die Location für mich sowas wie der heilige Gral gewesen. Entdeckt. Berührt. Der Zugang war relativ einfach, im Gebäude aber Bauarbeiter unterwegs. Am südlichen Ende des Gebäudekomplexes wird gearbeitet – abgerissen? Vielen lieben Dank an Frank/Urbex_nrw für den Support. Das erste Motiv noch außerhalb der Anlage zeigt das einzige Graffiti, das ich dort fotografiert habe, ein weiteres Werk von Deef Feed. Der Künstler entwickelt sich zu einem meiner liebsten.