Graffiti & Streetart in der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch (Part 1/2)

Das Gelände der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch in Neustrelitz war 2019 Veranstaltungsort des Artbase Festivals. Rund 150 Künstler haben damals in einigen Gebäuden ihre Werke hinterlassen, das Grundstück ist heute nicht mehr verlassen/lost, es wird von einem Verein betreut und einer neuen Bestimmung zugeführt. Wer Graffiti auf alten Wänden Klasse findet, die Ibug mag, wird auch dort seinen Spaß haben. Wir haben die Werke im Rahmen einer Tour mit go2know gesehen und fotografiert, das kostet pro Person 68,50 € (Stand 2020).
In Sachen Kunst lohnt sich das, wer sich eher für Gebäudefotografie interessiert, wird weniger Spaß haben. Aufgrund der vielen Motive mache ich aus den Ergebnissen 2 Beiträge.

Street Art in Berlin 2020

Die Suche nach neuer Street Art ist eine meiner Lieblingsbeschäftigung, wenn ich in Berlin bin. Neben den Graffiti-Wänden und den Hochhaus-Murals gibt es einige Orte, an denen regelmäßig neue Aufkleber, Paste Ups und Stencils entstehen – Schwarzenberghaus, Intimes Kino, Diercksenstraße, Cottusser Platz um nur einige zu nennen. Einige Künster findet man hier seit vielen Jahren, immer wieder ein Freude Neues zu entdecken. Und wenn ich dann noch ein altes Alice-Mural finde und fotografieren kann bin ich glücklich. Eine Auswahl….

Schaufelradbagger SRs 1500-1473 – The future is green

Entlang der befahrenen Wege steht das Monstrum in der Landschaft (51°32’07.2″N 13°56’59.3″E), fotografisch sehr reizvoll. Nicht ganz einfach zu erreichen, mittlerweile eingezäunt, die ganze Gegend mit Warnschildern versehen. Das “Blaue Wunder” hat Geschichte, spannend. Da wir, ganz grob, auf dem Weg nach Berlin sind, kündigt sich hier bereits Berliner Kunst an – Tobo aus Berlin.

Graffiti in Görlitz – Rabryka & alter Schlachthof

Görlitz ist wohl ziemlich bekannt in der Ecke des Landes, wir waren dort aus anderen Gründen, auf den Spuren persönlicher Vergangenheit. In Sachen Graffiti gibt es dort 2 Locations, die einen Besuch lohnen. Zum einen das Kulturzentrum Rabryka, ein altes Fabrikgelände mit neuer Nutzung, Läden, Handwerk, Kunst, Cafe…. und Kunst.
Das andere Gelände ist der alte Schlachthof, dort wurde im Rahmen des Fokus Festivals vor ein paar Jahren gemalt. Der Schlachthof ist “lost”, eingezäunt, wird teilweise wieder bewirtschaftet. Deswegen haben wir dort nicht alles fotografieren können.

Kussmund mit Sesseln

Kein guter Titel, ich mir mir dessen bewußt. Falls ihr einen bessern Vorschlag habt….
Grund dafür? Diese Location ist im Netz unter dem Stichwort “Kussmund Sanatorium” bekannt, man findet einige gute Galerien dazu, hervorheben möchte ich die Bilder von scholzdigital.
Von mir nur 3 Bilder (zum Thema Graffiti), in Sachen Kunst gab es dort nur das Lippen-Motiv. Vielleicht ist das Gebäude zu weit weg von allen Künstlerwegen in dieser Republik.
Was dort auffiel und dann vielleicht noch einen Beitrag wert ist: Es stehen viele Stühle und Sessel in den Räumen herum, alle auffällig drapiert, es gab wohl schon einige Fotografen dort, die sich die Motive zusammengebaut haben…

Graffiti in Dresden – Hall of Fame Flutrinne

Wir waren in Dresden auch in Sachen Graffiti unterwegs, die größte mir bekannte legale Fläche dort sind die Stützpfeiler der Brücken über die Flutrinne (Abflussgraben Kaditzer Flutrinne) in Dresden-Übigau (51°04’34.6″N 13°41’58.2″E). Alle Pfeiler dürfen dort legal bemalt werden, es waren einige Sprayer unterwegs.
Während unseres Besuches im Juli 2020 waren die 3 der Pfeiler mit Bauzäunen eingezäunt, am Südrand der Flutrinne finden Bauarbeiten statt.

Street Art in Dresden in der Äußeren Neustadt

Wer sich in Dresden für Street Art interessiert, sollte in der Äußeren Neustadt vorbei schauen. Südlich des Alaunparks führen die Alaunstraße und die Rothenburger Str. bis zur Bautzner Straße. Diese Ecke der Stadt ist sehr quirlig, viele Restaurants, viele kleine Geschäfte, viel Kunst, viel junge Leute. Alle Paste Ups habe ich dort fotografiert. In dieser Ecke erinnert Dresden an Berlin, kein Vergleich mit der geleckten Innenstadt mit seinen Prachtbauten. Vertretene Künstler*innen sind ua. Optic Ninja, Liz Art, Ghetto Trash, Lembo, Milchmann und viele mehr.