London – Kleiner Graffiti & Streetart – Reiseführer 2016

Reise London Brick Lane(35 Bilder/ 849 Worte) Im Sommer des Jahres 2016 war ich seit langem mal wieder in London, diesmal auch um Graffiti und Streetart zu fotografieren. Eingestimmt durch viele interessante Beiträge auf dem Streetart-Blog londoncallingblog.net habe ich im Vorfeld ein wenig recherchiert, unser Hotel lag dann genau in der richtigen Ecke von London, in Shoreditch.
Dieser Beitrag soll euch einen kleinen Überblick über die Locations geben, die ich im Rahmen einer Woche besucht habe, einige Tage sind natürlich auch für die “normalen” Sehenswürdigkeiten draufgegangen, vieles kann man aber miteinander verbinden.
Für mich haben sich relativ schnell 7 Hotspots herauskristalisiert, die ich später genauer beschreibe. Außerhalb dieser Orte habe ich wenig Streetart gefunden, die Straßen sind dort sehr steril und werden schnell von illegaler Kunst gereinigt. Das betrifft die City, die Gegenden um die Hauptsehenwürdigkeiten, aber auch die Ecke südlich der Themse (Southwark) oder Notting Hill mit seinem sehenswerten Portobello Market. Und ja, die Buchhandlung aus dem Film haben wir zufällig auch entdeckt. 🙂
Die meisten Links im Beitrag führen zum genauen Ort auf google-Maps, für eine erste Orientierung. Die Bilder unter dem jeweiligen Ort habe ich auch dort fotografiert.

Shoreditch
Gewohnt haben wir in der Old Street gegenüber der Red Gallery, ein guter Einstieg für Streetart in East London. Das Gebäude ist komplett bemalt, im Hof ist ein Food Market.
Ein Spaziergang dort und in den angrenzenden Straßen lohnt in Sachen Graffiti auf jeden Fall, auch die Great Eastern Street runter bis zum Village Underground bietet viel dosenkunst. Auf dem Village Underground (Dach) selbst stehen 2 alte Subway-Züge, die komplett bemalt sind. Leider waren wir nicht im bzw. auf dem Gebäude.

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Blackall Street (map) (Shoretitch)
Wenn ihr auf der Suche nach Stencils, Aufklebern und anderer Streetart seid, lauft einmal durch die Blackall Street. Dort wird man ähnlich fündig wie in Berlin am Schwarzenberghaus.

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Brick Lane (map)
Die Brick Lane dürfte jedem bekannt sein, der sich für Graffiti und Streetart interessiert. Am Wochenende lohnt auch der Markt und der Food Court, immer die vielen Shops und Cafes. Ein guter Ort. Ein Besuch lohnt sich über die ganze Länge, dort ist wirklich viel zu finden. Ganz am Ende im Süden findet ihr die Stolenspace Gallery, während unseres Besuches mit einer Ausstellung von Jana & JS. Mehr Bilder der beiden hier.

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Nomadic Community Gardens
Die selbstverwaltete Kleingartenanlage ist eine Oase in London, ein Ort der Ruhe und der Kreativität und das in unmittelbarer Nähe der Brick Lane (map). Das Gelände war 2015 und 2016 Veranstaltungsort für das Meeting of Styles London. Dementsprechend findet man überall an und zwischen den Häusern wirklich sehenswerte Graffiti, Skulputuren und andere abgefahrene Sachen. Es gibt ein Cafe, überall auf dem Gelände stehen selbstgebaute Sofas, Sessel und Stühle, ein guter Ort um zu entspannen.

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Camden
Ein guter Ausgangspunkt um Camden zu erleben, ist die Subway Station Camden Town.
Die kleinen Gassen im nördlich der Station sind voll mit Straßenkunst, ua. Buck St., Stucley Place, Hawley Cres und weiter auf der Chalk Farm Rd. zum Camden Market.
Auch dort lohnt es sich die Nebenstraßen abzugrasen, auch in den Hinterhöfen der Wohnanlagen finden sich sehr gute Motive. Ein “Must See” ist die Hawley Mews (map).
Hauptsehenswürdigkeit ist Camden Lock mit seinen Märkten, dort kann man mit shoppen und essen auch einige Zeit gut rumbringen. Was sich auch lohnt (abseits Graffiti und Streetart) ist ein Spaziergang vom Camden Lock am Regents Canal entlang in Richtung Westen. Wenn man weit genug spaziert, schafft man es bis Little Venice (map) mit einem schönen Boots-Cafe (ohne Toilette).

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Leake Street (map)
Die Leake Street ist eigenlich ein Tunnel der unter den Gleisen der Waterloo Station südlich der Themse hindurchführt. Der komplette Tunnel ist bemalt, es ist sehr dunkel dort, schwierig Bilder zu machen. Wobei die Qualiät der Motive verglichen mit den anderen Sachen nicht so gut war. Gesehen haben muss man den Tunnel aber trotzdem, zumal sich der Food-Market am Südende auf jeden Fall für ein Mittagessen lohnt.
Die Leake Street haben wir in einen Spaziergang eingebunden, der am Morgen von einem der ältesten Food Märkte der Stadt (Borough Market, map) an der London Bridge über Southwark an der Themse entlang führte. Auf dem Weg liegt auch das empfehlenswerte Tate Modern Museum (Bilder Eingangshalle).

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Ausflug nach Brighton
Brighton ist mit dem Zug ab Bank Station in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen. Unser Ziel war natürlich der Pier und das Meer. Vom Bahnhaf aus in ca. 10 Minuten erreicht man allerdings den Stadtteil um die North Lane. Die Straßen nördlich mit ihren Antikläden, Cafes, Shops, Marktständen lohnt aber auf jeden Fall für ein paar Stunden. In den kleinen Gassen kann man auch jede Menge guter Graffiti entdecken. Nicht verpassen in Sachen Streetart – die Trafalgar Lane (map). Die ist komplett bunt, nur vergleichbar mit einigen Straßen die ich in San Francisco gesehen habe. Ein Tipp für ein gutes Cafe: The Flour Pot Bakery. Aus dem Cafe heraus habe ich den Hund fotografiert. 🙂

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Der Beitrag gibt nur meine Erfahrungen wieder, vieles habe ich nicht entdeckt. Wer weitere Orte oder Einblicke in Bezug auf Graffiti und Streetart in London hat, kann sie gerne in die Kommentare schreiben. Über Rückmeldungen zum Beitrag oder Tipps würde ich mich sehr freuen.

12 Gedanken zu „London – Kleiner Graffiti & Streetart – Reiseführer 2016

  1. Ganz tolle Bilder, ein schöner Reiseführer, es macht mir große Lust, selbst mal wieder nach London zu reisen. Tolle Stadt und mit solch einer Anleitung nochmal spannender.
    Und ich fürchte, auch dieser Blog schluckt meine hochintelligente Kommentare. Mist.
    😀 Ich versuche es dann eben nochmals anders.
    Sonnige Grüße aus dem Norden!!
    Andrea

    • Hallo Andrea,
      ja, mein erster Kommentar im neuen Haus ist gleich im Keller gelandet (Spam-Ordner) und da hätte ich ihn fast nicht gefunden. Danke für deine Worte.
      Den Beitrag habe ich schon etwas länger fertig und habe ihn mir quasi aufgehoben. London war ziemlich gut, meine Erfahrungen von einer früheren Reise war nicht sooo dolle. Deswegen habe mir nicht nur der Graffiti-Kram, sondern auch die Märkte, die Spaziergänge, die wunderbaren Cafes und tollen Essensmöglichkeiten sehr gut gefallen. Eine Stadt wie Paris und Berlin, in der ich gerne alle 2 Jahre sein möchte.
      Gruß. Jörg

      • Aha! Da ist ja mein Kommentar, aber deine Antwort ist gar nicht bei mir angekommen.
        Gut, wenn man manchmal noch mal vorbei schaut. 😉
        Neugierig wie ich bin …
        Ich war nur einmal in London, lange her, aber damals war ich überzeugt, das sei DIE Stadt, in der ich leben könnte/wollte/müsste. Insofern muss ich unbedingt nochmal dorthin, allein, um meine Erinnerungen zu überprüfen. Ich liebe es, einfach durch Städte zu laufen, mich treiben zu lassen, die Atmosphäre aufzunehmen, Leute zu beobachten, ohne besondere Touren zu planen. Ein Viertel vornehmen, was interessant klingt und dann los.
        Schön an deinem Beitrag ist echt, dass er so viele verschiedene Orte beschreibt, man hat das Gefühl, mit dir spazieren zu gehen.
        😉 LG

        • Das finde ich aber schön, wenn ich es geschafft habe Menschen wie dich virtuell mitzunehmen. Vielen Dank für das Lob.
          Aber etwas verwirrt bin ich jetzt schon, willst du jetzt in die Berge oder in die Stadt? 😉
          (Habe gerade bei Markus gelesen….)

          • Überall hin! Berge, Stadt, Meer, egal …. 🙂
            Alles spannend.

            Muss ich jetzt immer deinen Blog aufrufen, wenn ich wissen will, ob du auf meine Kommentare geantwortet hast??? 😀 Gib es zu, das ist ein Trick, um deine Besucherstatistik zu erhöhen ….

            • Ich hoffe das musst du nicht, wäre ja Käse, oder Salami… Leider habe ich davon keine Ahnung und muss mich in das Problem reinarbeiten.
              Liebe Grüße
              Jörg

                • Ich kann nicht nachvollziehen, warum das so ist. Vielleicht geht das auch einfach nicht mehr. Den letzten Beitrag haben sowieso nur ganz wenige Besucher gesehen, du warst die erste mit einem Like. Normalerweise sind das mehr, so schlecht sind die Bilder ja auch nicht.
                  Was du machen könntest, wäre dosenkunst.de im WordPress Reader manuel hinzufügen und dort in den Einstellungen entscheiden, ob du per Mail bei Beiträgen oder Kommentaren benachrichtigt werden willst.
                  Das ist aber keine schöne Lösung, das mache ich selbst auch nur ungern.
                  LG. Jörg

  2. Toller Beitrag über London! Das sind aber auch wirklich die besten PLätze für Streetart, sagten mir auch die Locals 😉
    Ich war vor ziemlich genau einem Jahr zum letzten Mal da… Was ziemlich witzig ist: Ich habe zig Fotos in Camden und Shoreditch gemacht, aber ich erkenne nur zwei deiner Motive wieder. Was sich in einem Jahr alles verändern kann…

    Hast du das Graffiti von der Dame auf rosa Untergrund mit Herzchen in Brighton gemacht? Ich habe letztes Jahr eines in Camden geschossen, dass vom gleichen Künstler sein könnte… http://strassenkrei.de/Archive/listing/ein-engel-fuer-die-voegel

    • Hallo Olga,
      ja, das Mädchen habe ich in Brighton fotografiert, die Künstlerin ist Waleska Nomura (http://www.waleska.co.uk/walls/). Ein weiteres Werk von ihr habe ich auch in Camden gefunden, habe sowieso nur wenige Bilder hier im Blog gezeigt. Alles sehr ergibig was gute Motive angeht. 🙂
      Ich werde sicherlich nicht lange warten, bis ich wieder nach London fahre. Gute Streetart ist ein wichtiger Grund für mich.
      LG. Jörg

  3. Pingback: Meeting of Styles Wiesbaden 2017 „Age of Abundance“ – Finals (01) Dan Kitchener | dosenkunst.de

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