Nach den ersten beiden Teilen mit Bildern der IBUg 2019 in Reichenbach hier meine abschließenden Eindrücke. Wer von euch mehr Bilder sehen möchte, findet diese in Teil 1 und Teil 2. Links zu allen alten Beiträgen findet ihr auf meiner Übersichtsseite IBUg in Sachen. Ein Hinweis: Um die Länge des Beitrages nicht zu lang werden zu lassen, zeige ich wie immer einige Bilder groß, danach kommt eine weitere Galerie, zwei Bilder nebeneinander. Diese werden teilweise automatisiert quadratisch zugeschnitten. Draufklicken führt zum Vollbild.
Ein Jahr ist vergangen, ich möchte mit diesem Beitrag noch einmal an den Anschlag in Hanau am 19.02.2021 erinnern. Auch das Projekt „Mach mit! DEMOKRATIE (ER)LEBEN Hanau“ erinnert mit dem Hashtag #SayTheirNames an die getöteten 9 Menschen. Rechts auf dem Bild das Team des Stadtteilzentrums Schelmengraben aus Wiesbaden.
Juni 2020: Unter der Friedensbrücke in Frankfurt haben verschiedene Künstler die Opfer des Anschlages von Hanau als 27m langes Graffito an die Wand gemalt. „Am 19. Februar erschoss in Hanau ein 43-Jähriger neun Menschen mit ausländischen Wurzeln, seine Mutter und sich selbst. Vor dem Anschlag hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.“ (Quelle) Zu sehen sind die Gesichter von Fathih Saracoglu, Vili Viorel Paun, Kaloyan Velkov, Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Hamza Kurtovic und Said Nesar Hashemi. Ich hatte heute Gelegenheit die Wand zu fotografieren, die Gesichter wirken sehr eindrücklich auf mich, sie berühren, auch 4 Monate nach dem rassistischen Anschlag in Hanau bleibt die Tat unbegreiflich. Weitere Infos über den Anschlag und aktuelle Aktionen dazu findet ihr bei der Initiative 19. Februar Hanau. Falls ihr die Bilder im Beitrag für einen eigenen Hinweis/Erinnerung/Aufruf verwenden wollt, unterstütze ich das grundsätzlich. Bitte schickt mir eine kurze Nachricht.
Für die IBUg (Festival für urbane Kunst) 2019 wurde in Reichenbach im Vogtland das ehemalige Bahnbetriebswerk von vielen Künstlern neu gestaltet. Das ganze fand im August 2019 statt, wir haben das Gelände im Rahmen unserer Sachen-Reise im Mai 2020 besucht. 400 Fotos habe ich aufgenommen, 3-4 Stunden hats gedauert. Ein Besuch lohnt immer noch. Für mich sind die Besuche gerade ohne Publikum besonders spannend, „Kunst im Kontext“ in seiner schönsten Form. In allen Häusern und Zimmern, auch in den Kellern und den Ruinen im Außenglände gibt es Werke von vielen Künstlern zu entdecken, viele bereits bekannt von den IBUg Orten der anderen Veranstaltungen aus den letzten Jahren. Wer von euch mehr Bilder sehen möchte, wartet auf die folgenden Galerien, Teil 2 und Teil 3. Links zu allen alten Beiträgen findet ihr auf meiner Übersichtsseite IBUg in Sachen. Ein Hinweis: Um die Länge des Beitrages nicht zu lang werden zu lassen, zeige ich wie immer einige Bilder groß, danach kommt eine weitere Galerie, zwei Bilder nebeneinander. Diese werden teilweise automatisiert quadratisch zugeschnitten. Draufklicken führt zum Vollbild.
Nachdem ich im letzten Beitrag fast ausschließlich Graffiti in Form von Schriftzügen verarbeitet habe, möchte ich euch nun noch einige Eindrücke drumherum präsentieren. Wir haben für das alte Teppichwerk fast 3 Stunden gebraucht, erst Regen, dann Sonne, lange leer, viel zu entdecken.
Sucht der geneigte Graffiti Fotograf (ich) nach entsprechenden Graffiti-Motiven in Zwickau, kommt man an der Wand von Tasso (el presidente bei ibug) in der Peter-Breuer-Straße nicht herum. Die Mauer um einen Parkplatz wurde von Jens „Tasso“ Müller bereits 2017 gestaltet und in der politischen Öffentlichkeit durchaus kontrovers diskutiert. Tasso hat dort Motive des Tätowierers Randy Engelhard umgesetzt. Da die durchaus vorhandenen Zeitungsartikel aus dieser Zeit alle hinter einer Bezahlschranke feststecken, kann ich nicht genau sagen warum Menschen bzw. Politik in Zwickau an den Motiven Anstoß genommen haben – Grund könnte ein Zungenpiercing gewesen sein. Zwickau und seine Graffiti Motive kenne ich bereits von einem früheren Besuch, damals habe ich IGUg Werke im ehemaligen Eisenwerk fotografiert.
Die Wall of fame in Schneeberg im Erzgebirge (genaue Location bei legal-walls.net) ist 2017 mit einem Graffiti Event eröffnet worden, dem 1. Sprayberg Festival. Die legalen Flächen können immer noch bemalt werden, einige der hier gezeigten Motive sind beim letzten Sprayberg im Mai 2019 – Sprayberg III entstanden. Die legalen Flächen ziehen sich die komplette Garagenfront an der WEstseite nach oben, die Wand direkt im Anschluß an der Silberstromhalle ist eine reine Projektwand, also bitte nicht malen dort. Wie mir der Organisator der WOF erzählte, gibt es den Sprayberg als Event leider nicht mehr, die Wand soll aber erhalten bleiben. Ich hoffe ich habe alle Motive erwischt, fotografiert Ende Mai 2020. Mehr Infos bei Facebook/WOFSchneeberg.