Unterwegs in Kolumbien 2017 (Part 06) – Comuna 13 in Medellin

Von Medellin wußte ich vor meiner Reise nur wenig, das wenige hat mit Mord, Kriminalität und Pablo Escobar zu tun. Angekommen über zeugt die Stadt sofort, so anders als alle anderen Orte, die ich bisher in Kolumbien gesehen habe. Ein gute Beispiel dafür ist die Kommune 13, von der nicht in meinem Lonley Planet Reiseführer steht, an der man hier also Tourist aber nicht vorbei kommt. Zumal als Graffiti-Begeisterter Fotograf. Die ehemalige Favela, ehemaliger Rückzugsort von Auftragskillern von Pablo Escobar, seine Heimat sozusagen, hat sich in den letzten Jahren zu einem Touristenmagneten entwickelt. Gute Stadtentwicklung, von der man auch in Deutschland noch lernen kann. Rolltreppen die in die Hügel führen, eine Metro, die arme Menschen aus den Favelas zu ihren Arbeitsplätzen bringen, sogar Seilbahnen als Massentransportmittel, das im normalen Fahrpreis mit drin ist. Und speziell in der Kommune 13, einstmals mit über 1000 Toten im Jahr ein No-Go Barrio für alle Menschen die dort nicht wohnten, kann der geneigte reiche Fotograf ohne Angst seine Graffiti-Bilder machen, seine Cola trinken und die sensationelle Aussicht genießen.
Einiges habe ich über das Barrio gelesen, eine gute Zusammenfassung findet ihr im Artikel im Deutschlandfunk. Die Situation nach dem Bau der Rolltreppen gibt ein FAZ Artikel – Das Wunder der Comuna 13 gut wieder, etwas aktueller und kritischer ist der Bericht der TAZ – Kolumbiens Vorzeigemetropole Medellín – Unter dem Deckmantel der Innovation.

Meine 20 Bilder sind in der Comuna 13 entstanden, ich war 2mal dort. Ein weiterer Bericht über die Entstehung eines Graffito folgt.

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