Alice Pasquini

Amsterdam Alice PasquiniIn Amsterdam habe ich seit langem mal wieder ein Werk der italienischen Künstlerin Alice Pasquini entdeckt und fotografiert (Bild oben). Ihre Frauenmotive sind unverwechselbar, größere murals habe ich bisher nicht selbst gesehen. Aber in meinem Archiv gibt es noch ein Stencil aus Rom und eines aus Köln-Ehrenfeld (die habe ich beide bereits an anderer Stelle gezeigt). Weitere aktuelle Motive von ihr findet ihr im London Calling Blog.

Alice Pasquini auf Facebook, Instagram, ihrer Webseite und Wikipedia.

Rom:

2014-08 EM1 Rom 0088

2014-08 EM1 Rom 0089

Das folgende Motiv in Köln ist nur 15-20 Zentimeter hoch und ich hätte es fast übersehen, seht das letzte Bild:

Graffiti Streetart Köln Ehrenfeld

Graffiti Streetart Köln Ehrenfeld

Graffiti Streetart Köln Ehrenfeld

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3 Kommentare zu Alice Pasquini

  1. Jetamele sagt:

    Die Bilder gefallen mir gut. Faszinierend finde ich, dass sie nur so klein sind. So cool, sie werden von allen möglichen Menschen übersehen, nur wer den Sucherblick darauf hat, findet sie.
    Sag mal, wie ist das eigentlich, du bist doch ein Experte: Graffiti hat häufig scheinbar nicht den Anspruch, unbedingt gesehen zu werden. Und oft wird auch an Stellen gesprüht oder geklebt, die bald wieder überdeckt werden von anderen Sachen oder abgerissen oder oder oder.
    Gibt doch diesen Typen, der immer so Gasmasken-Kerle in irgendwelche ollen Fabrikhallen oder winzige Mauerreste sprüht(http://urbanshit.de/plotbot-ken-stencil-world), bei denen klar ist, dass sie nicht von vielen Leuten und vor allem nicht LANGE zu sehen sein werden. Gibt es da ‚Regeln‘? Wie ist das mit dem EGO?
    Hier gab es ja schon öfter Ärger, wenn irgendwelche Tags übersprüht wurden, vor allem, wenn es in gewisser ‚kommerzieller‘ Absicht geschehen ist.
    Wir haben neulich überlegt, ob es da in der Szene unterschiedliche Ansprüche oder ob es etwas wie Übereinstimmung dazu gibt? Weisst du das?
    Denn bei diesen Frauenbildern, die sooo klein sind, KANN der Anspruch gesehen zu werden oder etwas Bleibendes zu hinterlassen, ja gar nicht groß sein. Beeindruckend, oder?

    • dosenkunst sagt:

      Ja, schon, gerade die Alice-Figuren finde ich sehr beeindruckend. Wobei hinter diesen Motiven eine „gestandene“ Künstlerin aus Rom steht, die ihr Geld damit verdient. Außerdem sind es ja Stencils, die Dinger sind also relativ schnell gemalt und werden schon wahrgenommen. Ansonsten gilt an den Wänden „übermale nichts was besser ist als du malen kannst“, da hält sich die Szene schon dran. Die meisten wissen natürlich um die Vergänglichkeit von ihren Werken, die richtigen Profis machen das aus Spass, um sich zu verbessern, und für das Foto des fertigen Werkes. Was dann passiert…. Die Hall of fames sind ja wie in Frankfurt oft am Stadtrand, da spielt der Fame, das gesehen werden von möglichst vielen Menschen eine untergeordnete Rolle. Diese Werke benötigen ja auch einige Zeit und sind sehr aufwändig, das geht dann nur legal. Immer öfter auch im Rahmen von Festivals. Dann werden Projektwände gemalt, die oftmals auch ein Jahr bestehen bleiben und nicht oder selten gecrosst werden.
      Was anderes sind die Tags in den Städten, wo Jugendliche schnell für den Fame ihren Namen möglichst groß und oft überall hin sprühen. Oft in Gruppen unterwegs gehts dann gegen andere Crews, da wird in Hundemanier ein Revier markiert und keine Rücksicht genommen auf den Untergrund (z.B. Denkmalschutz usw.). Die haben gar kein Interesse legal zu malen, die leben in einer anderen Welt. Nur wenn sie an der Kunst interessiert sind, sich verbessern wollen, wechseln sie vielleicht irgendwann ins andere Lager. Viele der alten Hasen hier in der Ecke haben mittlerweile eine Agentur und sprühen für Geld die heimischen Wohnzimmer an, die Kitas oder sonstwas. Da wird dann aus Subkultur Kommerz, das mag nicht jeder, führt aber zu unheimlich guter Qualität.
      Die Gasmaskenbilder kannte ich übrigens noch nicht, ein Profi in Sachen Graffiti bin ich auch nicht, ich fotografiere nur. Und wenn mich was besonders interessiert, lese ich halt nach.
      Der Gasmaskenkünstler hat es sicherlich nicht mehr nötig wegen Fame seine Bilder in der Öffentlichkeit zu malen, die wirken ja ob der unterschiedlichen Orte und die werden dann aufwändig gesucht. Das Bild danach ist wichtig. Der Rest ist Vergänglichkeit. Wenn er schlau ist macht er aus den Fotos ein Buch und verdient so etwas Geld damit. Ich würde es kaufen.

      LG. Jörg

      • Jetamele sagt:

        Ok. Danke für deine lange Antwort. Das bedeutet ja, dass die jeweiligen Ergebnisse schon irgendwie festgehalten werden, also fotografisch (hey, wie gut, dass es dich gibt!!) zum Beispiel. So dass es irgendwo immer noch Erinnerungsreste gibt, selbst wenn die Originale unter neuen Schichten verschwinden.
        Ja, das ist mir auch schon deutlich geworden, dass es in der Szene nicht nur Begeisterung gibt für die Kommerzialisierung mancher Künstler, wobei ich sie nachvollziehen kann. irgendwohin will man ja auch leben, warum nicht von seiner Kunst? Wenn’s funktioniert. Klar verliert es den Reiz der Illegalität, aber das eine ist eben theoretische Idee oder das Streben nach einem Ideal und das andere das Leben. Irgendwie. Trotzdem spannend, dass es diese Bewegung in dieser Szene gibt, zunächst nicht den ‚Fame‘ in den Vordergrund zu stellen.
        Nein, ich denke auch, der hat seinen Namen und ist bekannt. Keine Ahnung, ob es sowas wie ein Buch von ihm/über ihn gibt. Seine Sachen haben mich nur irgendwie beeindruckt, hab schon ein paar Mal über ihn was gelesen und auch mal ein Video gesehen. Fand ich irgendwie abgefahren, diese düsteren, grauen Motive und seine Herangehensweise.
        Es ist einfach recht ungewöhnlich, dass zunächst NICHT der Gedanke im Vordergrund steht, dass möglichst VIELE Leute das eigene Werk sehen sollen. Sondern die abgefahrensten Orte den Reiz geben.
        Lieben Gruß aus HH

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