Ruheorte – Verlassene Gewächshäuser im Schlosspark

Lost Places Verlassene GewächshäuserEinem persönlichen Tipp vom Wilden Kinzigtal folgend hat es uns am Wochenende in einen Schlosspark mit verlassenen Gewächshäusern verschlagen. Nach den vielen Industrie- und Verwaltungsgebäuden der letzten Zeit kann man sich hier dem fotografischen Thema: „Die Natur holt sich alles zurück“ perfekt annähern. Es hat Spaß gemacht und war trotzdem „nur“ ein Teil eines wunderschönen Sonntagnachmittag Ausflugs. Das Setting mit Schloss, Park, Skulpturen, Sonne, Hecken und den alten Gewächshäusern hat eine einzigartige, sehr märchenhaft Stimmung erzeugt. Die Gewächshäuser sind zwar sehr leicht zugänglich, auf die Nennung des genauen Ortes verzichte ich aber trotzdem.

Lost Places Verlassene GewächshäuserMit diesem Beitrag nehme ich auch an Paleicas Fotoprojekt Blüten & Blätter teil, auch wenn im Beitrag diese nicht im Vordergrund stehen.
Das erste Mal war ich nur mit Kamera und manuellem 35mm Objektiv unterwegs und musste Zuhause feststellen, das 2 mir wichtige Motive unscharf geworden sind. Das ist dem Umstand geschuldet, das ungewöhnliche Perspektiven (z.b. Arm nach oben ausstrecken und nach unten fotografieren) ohne Autofokus einer besonderen Planung, oder einer Leiter, bedürfen. 🙂
Aber wer bitteschön denkt an sowas, wenn er seine Art der Fotografie auf „slow“ umstellen will.

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This is my submission for the wordpress photo challenge: Earth. Nature will stike back. 🙂

57 Gedanken zu „Ruheorte – Verlassene Gewächshäuser im Schlosspark

  1. Wenn dann die Gewächshäuser „von der Natur zurückerobert“ werden, hat das auch etwas Ironisches. Man könnte sagen: Wer zuletzt lacht… Sehr schöne, evokative, anregende Bilder. Die Landgerichtsserie finde ich übrigens auch klasse (da fällt mir aber kein richtiger Kommentar zu ein).

    • Ja, wenn Gewächshäuser wieder überwuchert werden, ist das nochmal was besonderes für mich, deswegen habe ich auch die Formulierung gewählt. Da ist schon eine gewisse Ironie dabei. Ich bin ab und zu in den Gewächshäusern im Palmengarten unterwegs, auch in den Anzuchthäusern. Da ist alles so ordentlich und sauber, der absolute Kontrast. Eingesperrte Natur. Natur?

  2. Zerfall kann auch was ganz Zartes haben… nach und nach erobert sie die Natur das Terrain zurück. Vor ein paar Jahren war ich im Ruhrgebiet.. Kokerei Hansa… sehr schön.. all der Rost und die Birken… Zeche Zollverein hingegen war da schon Industriedenkmal.. aber auch immer noch schön.
    Du kennst sicher die Ruine der Heilanstalten von Beelitz in Berlin.., leider inzwischen allzu gut besucht, genauso wie der Teufelsberg.
    Gruss von S.

    • Ich kann mich dem besonderen Reiz dieser alten Gebäude nicht entziehen. Das Ruhrgebiet habe ich bzw. haben wir uns auf diese Weise in den letzten Jahren erschlossen. Wenn es dort nicht das Gasometer, alte Arbeitersiedlungen, Industrieparks wie in Duisburg usw. geben würde, wäre ich ich immer noch nicht dort gewesen. Auch die Zeche Zollverein habe ich gesehen.
      Und Berlin steht wegen Beelitz und dem Teufelsberg auf meiner „must see“ Liste noch für dieses Jahr. Ich habe kein Problem damit eine Tour zu buchen, vielleicht sorgen diese geregelteren Besuche ja auch dafür, das alles so erhalten bleibt, wie es ist. Die Vandalen werden keinen Eintritt bezahlen wollen und bleiben fern 😉
      Liebe Grüße
      Jörg

      • Was den Vandalisums angeht stimmt das natürlich..Atmosphäre allerdings..
        Ich fühl mich dadurch sehr gestört, wenn Menschen dann laut reden.. hin und her rennen…
        Vielleicht, weil ich selber entdecken will..weil ich den Ort nicht „sehen“ und nicht „hören“ kann , wenns voll ist…tja.. muss ich wohl weiter hintenrum übern den Zaun.
        Bei Arte Sella in Italien hatte ich letztes Jahr echt Glück.. es regnete und war 1 Std. vor Feierabend.. tolle Atmosphäre und keine anderen Besucher 🙂
        S.

  3. Oh, sehr schön. Licht und grün und hell und Anfang sowie gleichzeitig Veränderung, Vergänglichkeit, Verfall und Abschied. Toll eingefangen. Es wirkt schon skurril, wenn alles wieder überwuchert wird, aber das hatten wir ja schonmal. Ich find es gut.
    Übrigens auch eine schöne Auslegung von Paleicas aktuellem Thema: du bist echt superschnell. Von wegen ’slow‘, gell? 😉
    (hab aber schon verstanden, was du meintest, finde übrigens, dass wenn man mal ausnahmsweise keine Leitern im Gepäck hat, das doch sehr die Kreativität (und Sportlichkeit) anregt ;D)
    Grüße aus der Frühlingssonne, Andrea

    • Leitern werde ich niemals mitnehmen, bei mir scheitert ja schon das Stativ. Obwohl ich mittlerweile für jeden Zweck eines habe. Die machen es sich zusammen gemütlich zuhause, sind sie halt nicht alleine. Was beim fotografieren vor Ort nicht mehr geht ist einfach abdrücken und sicher sein das alles scharf ist. Kontrolle ist angesagt, während der Aufnahme und danach. Das kostet Zeit. Die wollte ich mir nicht nehmen, weil ich nicht alleine unterwegs war….
      Was mich aber immer wieder überrascht ist trotz hunderter Bilder, das ich danach und zuhause bestimmte Motive auch emotional wieder zurückholen kann. Jede Aufnahme bleibt präsent und der Grund für die Aufnahme auch.
      Und bei Paleica war ich deswegen schnell weil ich im April so langsam war. Deswegen habe ich mal geschaut was denn anliegt, das hat dann gepasst. Ich hätte den Beitrag auch nur mit Blättern und Blüten (ja, habe ich wirklich auch fotografiert, Streuobstwiese, Kirschblüten, mit richtig romantisch Schafen im Hintergrund) füllen können, wollte ich aber nicht. …… und das Wort „slow“ habe ich verwendet weil die Pächter des Cafes dort im Schloss schließen mußten und jetzt an anderm Ort „slow“ Food anbieten….
      aber warum erzähle ich das eigentlich?
      Gruß
      Jörg

      • Vielleicht, weil du unerwarteterweise in Plauderlaune bist? 😉
        Ja, ich fand auch lustig mit dem ’slow‘, weil das gerade so ein ‚hip-Wort‘ ist…. und diese Worte dann für mich immer irgendwann so an ‚Wert‘ verlieren, weil sie so verschwendet werden. Find ich.
        Ich finde deine Interpretation des Themas ganz ehrlich richtig toll, weil einem (also mir) zuerst ja doch all diese bunten, frischen und perfekten Blüten, Knospen und all dieser Überfluss einfällt. Das Ganze umzudrehen und zu schauen, wo und wie und was diese Kraft noch alles kann, finde ich klasse. Zwischen all diesem Verfall verstärkt sich die grüne Energie doch nochmal mehr.
        Und komm, romantisch mit (echten, lebenden) Schafen kann doch jeder ;D
        Gruß zurück!!! Andrea

  4. Verlassenes Gewächshaus sagt mir was ! Von der Einrichtung oder was noch davon übrig -geblieben ist fast identisch mit meinem Beitrag !
    Tolle Bilder und den Verfall gut in Szene gesetzt.
    Danke dafür !

  5. Einige dieser Fotos wäre bestimmt auch in schwarz/weiß bzw. monchrom toll … Aber damit will ich nicht andeuten, dass sie farbig nicht toll sind. Aber ich hatte beim Betrachten spontan den Wunsch sie in monochrom zu sehen …. 😉

    Gruß, Annett

    P.S. Übrigens finde ich es toll, an welchen Orten Du Dich immer fotografisch rumtreibst. Sehr interessant. Also die Orte …

    • Ich bin mit meine monochrom-Umwandlungen nie sonderlich zufrieden gewesen. Es gab mal eine Zeit, da habe ich versucht mich da reinzuarbeiten. Zumal ich in analoger Zeit stundenlang in SW Fotolaboren verbracht habe. Ich habe einige SW Vorlagen in Lightroom, bei den Bildern hier gefallen mir aber gerade die frühen und sanften grüntöne der ersten Blätter besonders gut.

  6. Habe mir schon gedacht, dass es Dir dort gefallen wird. Tolle Bilder sind es auf jeden Fall geworden! Mein Favorit ist das 10. mit den Scheiben, den Schatten und dem teilweisen Blick nach draußen. Irgendwie total abstrakt.

  7. Pingback: Earth (Elements) | What's (in) the picture?

  8. Wirklich schöne Bilder. Das (ich glaube) 10. hat es mir besonders angetan (die zerbrochenen Scheiben, durch die man hindurch sieht). Wo findet man solche Plätze? Suchst du gezielt oder sind es Zufallsfunde? Oder Geheimtips 🙂
    lg Lucy

    • Hallo lucyleh,
      das Fotos das dir gefällt ist auch eines meiner Lieblingsbilder. In dieser Art habe ich einige fotografiert, die Glasstrukturen mit den Blättern draußen und das in ganz unterschiedlichem Licht (…Sonne, komm wieder raus….) haben Spass gemacht. Werde sicherlich nochmal dort hin fahren.
      Wie man sie findet? Die Gewächshäuser waren ein Tipp einer bekannten Bloggerin die dort einfach spazieren gegangen ist. So verbreitet es sich. Bezüglich Lost Places gibt es natürlich auch Foren, man hält die Augen offen, sucht Bilder in Google Maps und und und. Ist mal mal drin in der Community, tauscht man sich aus. Nicht einfach als Neuling. Aber ich habe es leider selbst schon erlebt was mit Orten passiert, die allgemein bekannt sind. Kabeldiebe, Vandalismus, Feuer immer wieder und dann Unfälle durch Jugendliche, die nicht aufpassen.
      Gruß
      Jörg

  9. Wunderbare Fotoserie – hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Natur holt es sich langsam aber sicher alles wieder zurück. Fantastische Aufnahmen hast Du gemacht von einem Ort der wirklich spannend ist für Fotografen. Danke fürs Mitnehmen. LG Marion

    • Schön das dir die Bilder gefallen. Ich fand den Ort auch beim durchlaufen sehr inspirierend, zumal ich mit normalen Gewächshäusern ja schon meine Erfahrungen gemacht habe. Werde sicherlich dort noch einmal fotografieren.
      LG. Jörg

  10. Da sieht man mal, dass sich die Natur doch alles zurückerobert – auch ein verlassenes Gewächshaus. Ich mag diese alten, verlassenen Orte und dies mit Blüten & Blättern zu verbinden ist schon eine tolle Idee gewesen!

    • Das steckt halt auch hinter der Blütenpracht. Wenn es bunt wird, ist das Ziel fast schon erreicht, vorher steckt viel Arbeit drin. Im wachsen und dokumentieren…. 🙂

  11. Pingback: Ruheorte – Verlassene Gewächshäuser im Schlosspark (Update 02/2017) | dosenkunst.de

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