Ruheorte – Sowjet Garnison Vogelsang in Brandenburg (13 Bilder)

Lost Places Garnison VogelsangMit dem Zug von Berlin dauert es etwas mehr als eine Stunde nach Vogelsang, um dort aussteigen zu dürfen, sollte man seinen Haltewunsch kund tun. Ein paar Kilometer im Wald findet man dann die ehemalige Sowjet Garnison Vogelsang, eine Geisterstadt, die mal 15000 Soldaten mit ihren Angehörigen ein Heim war. Man findet heute noch eine Schule, Kindergarten, ein Kino, viele Wohngebäude, Lager und mehr. Wenn ihr es euch anschauen wollt, nehmt ein Fahrrad mit und 5 Stunden Zeit. Einen Wachschutz gibt es dort nicht (08/2016), andere Fotografen sind aber auch unterwegs.
Die Motive sind nicht mit den Möglichkeiten in z.B. den Beelitzer Heilstätten vergleichbar, es ist mehr ein Abenteuerspielplatz, auf dem man dutzende Häuser betreten und erforschen kann. Alles ist kaputt, die Häuser entkernt, teilweise ohne Fenster, Türrahmen und Elektroinstallationen. Wirkliche Spuren der früheren Bewohner muss man suchen, um so schöner, wenn man etwas entdeckt. Graffiti findet man auf dem sehr weitläufigen Gelände im hinteren Bereich auf flacheren Mauern, das Gesicht habe ich im Kino fotografiert.
Wenn ihr Fragen zu diesem Ort habt, dann in die Kommentare.
Weitere von mir besuchte Ruheorte/Lost Places findet ihr auf meiner Übersichtsseite.

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0 Gedanken zu „Ruheorte – Sowjet Garnison Vogelsang in Brandenburg (13 Bilder)

  1. Das “Shining-Gesicht” ist sehr cool! Waren auch schon öfter in alten Kasernen, Garnisonen Militärkrankenhäusern usw. unterwegs, da wir aber im Westen von Deutschland wohnen eher Britische Anlagen.

    • Ist ja eigentlich egal in was für eine Geschichte man eintaucht, hier (Berlin) oder im Osten unseres Landes geht das halt fast überall. Man muss nur mit dem Zug durchs Land fahren, da habe ich mehr gesehen, als ich für Hessen in den letzten Jahren recherchiert habe….

    • Ist von dir aus ja nochmal eine größere Reise als aus Hessen. Aber gerade was Lost Places angeht, herrschen hier paradisische Zustände. Und wenn man dann noch das Geld ausgibt für gebuchte Touren z.B. über go2know kann man das Super schon zuhause planen. Ich sage nur Beelitzer Heilstätten und Wünsdorf – Haus der Offiziere. 🙂

  2. Ja, das waren 5 sehr intensive Stunden. Zumal ich zu Beginn noch sehr vorsichtig war. Aber eine Geisterstadt für 15000 Menschen völlig verlassen im Wald… war toll. So nebenbei habe ich Rehe und Wildkatzen gesehen.

  3. Wow, was für ein Ort. Über deine tollen Bilder kommt eine Stimmung hier an, die beeindruckt.
    Am krassesten finde ich die Zähne, da musste ich dreimal hinschauen, weil es so aussieht, als würde es gleich zu beißen. 😀

    • Danke für deine lieben Worte. Das war ein sehr spannender und … intensiver Tag. So ein Gefühl kann man mit Bildern ja nicht so gut transportieren, der geneigte Leser beurteilt andere Sachen.
      Aber vielleicht sind das auch nur Gedanken die ich mir gerade mache, weil ich Markus´(kuhnograf) letzten Beitrag gelesen habe, auch die Kritik im Beitrag davor. Mir schwirren die Gedanken ob “in welcher Blase bewege ich mich eigentlich”, warum poste ich meine Bilder überhaupt und was ist mir wirklich wichtig am fotografieren und auch am bloggen…..

      • 🙂 ja, das kann ich verstehen. Mich hat der Beitrag von Markus heute auch beschäftigt. Auch weil ich das Gefühl hatte, da ist ein Fass übergelaufen.
        Solche Fragen stellt man sich dann selber…
        Ich weiß, ich würde mir all die Gedanken und die Ideen für meine Serien nicht machen, wenn ich nicht einen Ort hätte, sie zu zeigen. Und das ist im Moment dieser hier. Und das ist gut so. Aber all das kann sich ja auch ändern.
        Ich wünsch dir, dass du Antworten für dich findest. Ich mag deine Bilder und die Dinge, mit denen du dich offenbar beschäftigst. Diese Serie hier gehört dazu. Und ich finde, sie spiegelt auch Stimmung wieder. Aber vielleicht interpretiere ich mir das auch nur durch die Kombination aus Worten und Bildern und meinen daraus entstehenden Kopfkino zusammen. Wer weiß.
        Gute Nacht und einen lieben Gruß!
        Andrea

  4. wow! beeindruckend. hab noch nie was von vogelsang gehört. und bin sehr neugierig geworden…
    so wie ich sehe hattest du ne richtig schöne zeit in berlin und brandenburg
    lg daniel

    • Ich hatte mir viel vorgenommen und extra mein Rad dabei, habe vieles gesehen, was ich bei meinen Besuchen zuvor niemals wahrgenommen habe. War über 300km mit dem Rad im Stadtgebiet unterwegs. Also, ja, war ne gute Zeit.
      Neben den gebuchten Lost Place Touren in Beelitz und Wünsdorf war Vogelsang etwas ganz anderes. War früh da, keine Ahnung ob dort Wachschutz unterwegs ist und mich dementprechend “unauffällig” bewegt. Später stellte sich dann raus, das das ein kleiner Erlebnispark für Fotografen ist, alles sehr entspannt. Es gibt zwar nicht mehr viele Einzelheiten zu entdecken, aber wenn man genau hinschaut und viele Häuser besucht, gibt es schon einiges zu schauen. Hat viel Spass gemacht ein wenig in die Geschichte einzutauchen. Und ganz ohne Kommerz.

      • hoi. 300 km fahrradfahren durch berlin. respekt! fahrradfahren kann hier ganz schön die hölle und gefährlich werden… die vogelsangsache klingt sehr verlockend. lg daniel

        • Fahrrad fahren in Berlin ist ein Traum, glaub es mir. Ich war nach Berlin noch in Dessau und Wittenberg, aufgrund des Elberadweges sind die Menschen an Radfahrer gewöhnt. Aber dann in Chemnitz und Umgebung (bin dort die IBUG Orte abgefahren) ist Fahrrad fahren die Hölle. Da ist das Berliner Kopfsteinplaster der Himmel. 🙂

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