Von Mainz nach Bingen – Kleiner Graffiti & Streetart – Reiseführer 2016

Graffiti IngelheimDie klassische Fahrradtour von Mainz nach Bingen führt am Rhein entlang und ist touristisch gut erschlossen. In Sachen Kunst gibt es dort aber nicht viel zu entdecken, auch diese bin ich schon geradelt. Für diese Strecke habe ich mir etwas besonderes überlegt, ich wollte alle mir bekannten Spots für Graffiti und Streetart anschauen und diese sportlich und fotografisch miteinander verbinden. Insgesamt hatte ich am Abend etwa 65 km auf dem Tacho, fährt man die Strecke aber direkt ohne große Umwege sind es wohl nur ca. 40 km. Die Suche nach z.B. traurigen Mädchen in der Mainzer Neustadt ist allerdings ohne ein bisserl Sucherei nicht machbar, auch wenn man vorher eine Karte mit Fundorten studiert. Aber das macht auch irgendwie den Reiz der ganzen Strecke aus, denn eine Schatzsuche macht mir mehr Spass als ein Fahrradrennen.
Zu den einzelnen Orten schreibe ich nicht viel, in den letzten Jahren habe ich immer wieder Bilder von dort gezeigt, neu für mich war Bingen und deswegen auch Ziel der Reise. Grob orientiert habe ich mich an der Heatmap für die traurigen Mädchen, deswegen war die Route durch das Land notwendig. Für genaue Fundorte schaut sie euch im Original an.
Achtung: Dies ist ein umfangreicherer Beitrag als sonst mit insgesamt 24 Bildern. 🙂

Die Map ist ein Experiment für mich, normalerweise zeige ich ja einen Screenshot. Das Einbinden in den Beitrag hat aber scheinbar funktioniert. Die Route stimmt nicht hundertprozentig mit meiner Reise überein, gibt aber vor allem zwischen den Orten einen groben Hinweis.

Los geht es am S-Bahnhof in Mainz-Kastel, wenn ihr die Meeting of Styles-Wände nicht kennt, sollte man dort viel Zeit zum Schauen einplanen:

Graffiti Mainz-Kastel Graffiti Mainz-Kastel Graffiti Mainz-Kastel

Über den Rhein in die City von Mainz, Jagd auf Klebemonster:

Mainz Klebemonster Streetart Mainz Klebemonster Streetart

In der Mainzer Neustadt gibt es besonders viele traurige Mädchen zu sehen, ich schätze mal um die 10-15 (wenn ihr an aktuellen Fotos zum Thema Streetart in Mainz interessiert seid, schaut euch den Instagramm-Account von schplock an):

Graffiti Mainz

Graffiti Mainz Graffiti Mainz

Das Gelände der Uni Mainz wollte ich mir schon länger anschauen, sehr überrascht war ich von einem leeren Gebäude, das anläßlich des MOS 2011 gestaltet wurde:

Graffiti Mainz Graffiti Mainz

Graffiti MainzDer Weg führte mich weiter zur Hall of fame in Gonsenheim, durch die stark eingeschränkten Bedingungen für Maler gibt es dort nur noch selten neue Kunst, ein Besuch lohnt aber eigentlich immer:

Graffiti Mainz Gonsenheim Graffiti Mainz Gonsenheim

Zwischen Mainz und Ingelheim im Wald:

Graffiti Mainz

Ingelheim, Hall of fame:

Graffiti Ingelheim Graffiti Ingelheim

Zwischen Ingelheim und Bingen unter der Autobahnbrücke A60/B9:

Graffiti Ingelheim Graffiti Ingelheim

In selbst kann man sich die Wände des Jugendzentrums anschauen, direkt daneben eine legale Hall (Bilder im Beitrag vom 09/2016):

Graffiti Bingen Graffiti Bingen Graffiti Bingen

Kurz vor dem Bahnhof gibt es im Dreieck Nahe/Rhein auf der Ostseite eine Unterführung, in der legal gemalt werden kann.Graffiti Bingen Graffiti Bingen

 

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10 Kommentare zu Von Mainz nach Bingen – Kleiner Graffiti & Streetart – Reiseführer 2016

  1. Das ist ja mal eine richtig coole Idee die Graffitis sportlich miteinander zu verbinden. Erinnert mich ein wenig an meine alten Geocaching-Ausflüge. Wenn ich nicht wusste wohin mit dem Fahrrad, bin ich einfach von Geocache zu Geocache geradelt 😀
    Ich bin ja immer wieder aufs neue fasziniert von der Kreativität dieser Künstler. Echt genial was die immer wieder für Werke erschaffen.
    Einmal mehr eine schöne Serie die du uns hier zeigst. 🙂

    • dosenkunst sagt:

      Vielen Dank. Jeder hat halt so seine Vorlieben, ich habe meine gefunden. Kann zwar nicht malen, aber so findet die sehr lokal-vergängliche Kunst weitere „Abnehmer“. 😉
      LG aus Hessen.
      Jörg

  2. kopfkant sagt:

    Genial geschrieben und super Bilder!

    • dosenkunst sagt:

      Oh, vielen Dank. Für meine Worte hat mich noch niemand gelobt, bin mir durchaus bewußt das meine Stärken auf der fotografischen Seite liegen. Trotzdem vielen Dank dir und schön das dir die Bilder gefallen. Liebe Grüße. Jörg

  3. Winterlicht sagt:

    Und Du tauchst auch mal im Foto auf. Wie schön 😉

    Ich finde die traurigen Mädchen ein ansehnliches Grafitti-Motiv – die meistens berühren mich irgendwie. Und ich finde noch etwas: diese Persepktive vom fleißigen Osterhasen ist nicht schlecht. Mir gefällt sie so gut, weil es aussieht als schaue der Osterhase mich direkt an und gleich sprüht er mir weiße Farbe ins Gesicht.

    Gruß, Annett

    • dosenkunst sagt:

      Den Osterhasen finde ich auch genial. Ich versuche ja immer unterschiedliche Perspektiven und bin immer wieder erstaunt was man auch fotografisch aus der Kunst herausholen kann. Und das Selbstportrait… ja, ich suche auf anderen Blogs auch immer nach Abbildern der Fotografen, viele zeigen ja selten Bilder von sich selbst. Aber man ist ja neugierig und freut sich über etwas mehr persönliches. 🙂

      • Winterlicht sagt:

        Ich mag auch gern etwas persönlichere Blogs bzw. Fotos der Blogger. Es entsteht noch mal ein anderer Eindruck. Irgendwie vervollständigt das das Bild, welches man sich beim Blog lesen macht und daher finde ich es schön.

  4. Pingback: Graffiti am JUZ Bingen | dosenkunst.de

  5. Ich mag einfach deine Idee, den Graffitis der Städte fotografisch auf die Spur zu kommen und sie so hervorzuheben! 🙂 Das verbindet wiederum zwei Kunstarten miteinander. Liebe Grüße

    • dosenkunst sagt:

      Ich danke dir für dein Interesse. Auch für mich ist diese Art der Ausflüge mittlerweile eine tolle Möglichkeit zum einen mit dem Rad die Stadt oder eine Gegend zu erforschen und die Graffiti sind die Schätze die es auf diesen Wegen zu heben gilt. Zusätzlich zu den „normalen“ Fotogelegenheiten macht mir das viel Spass. So habe ich ja bereits Würzburg und auch Mannheim erkundet.
      Einen lieben Gruß.
      Jörg

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