Beginnen wir mal die Aufarbeitung der Graffiti-Projekte und Wände der letzten Monate in Bad Vilbel. Die Nachrichten über Neue Wände haben mich auch in Asien erreicht, die komplett neu gestaltete Scheune in Bad Vilbel/Massenheim auf dem Feld direkt an der B3 fand ich besonders spannend. Das Gebäude wurde komplett vom Künstler Indian (Sebastian Stehr/Facebook) bemalt alle 4 Wände mit Gesichtern ua. das von Anne Frank. Einen Beitrag über die Gestaltung der Scheune habe ich bereits 2015 veröffentlich, damals mit Werken von Sare, F.Tears, Fuego und Indian.
Ab hier die Motive einmal um das Haus gegen den Uhrzeigersinn….
Auch wenn ich es in meinen letzten 30 Beiträgen aus Asien nur in einigen Kommentaren verraten habe, meine Reise ist rum. Ich versuche mich im bundesdeutschen Alltagsleben zurecht zu finden, mit allem was dazugehört. Der letzte Reisebeitrag aus Thakhek in Laos war nicht das Ende meiner Reise, es ging danach noch weiter, die fehlenden Beiträge bzw. Bilder werde ich in den nächsten Wochen regelmäßig einschieben. Zum Ende des Trips geriet ich mit der Veröffentlichung der Bilder-Gallerien bis zu 4 Wochen in Rückstand, deswegen könnt ihr weitere Bilder aus Laos mit Luang Prabang, Vang Vieng, aus Singapur, Kuala Lumpur und Bangkok erwarten. In Sachen Graffiti war die malaysische Hauptstadt mein absoluter und überraschender Höhepunkt der Reise. Wir haben dort die Location gefunden und fotografiert, in der die Ergebnisse der Meeting of Styles Malaysia von 2018 und 2019 zu sehen sind.
Im Rhein-Main-Gebiet, hier, zuhause, konnte ich mittlerweile einige Graffiti-Spots besuchen und viel fotografieren, es sind schon wieder mehr als 200 Bilder die auf einen Beitrag warten. Vieles habe ich verpasst, gerade wer Interesse an den Werken aus Frankfurt vom Ratswegkreisel hat, findet vieles bei Stadtkind Frankfurt oder Mainstyle. Hier auf dosenkunst könnt ihr euch freuen auf Bilder aus Langen, Offenbach, Frankfurt, Wiesbaden und der Hafenjam in Raunheim.
Die 4 Motive hier im Beitrag sind am Ratswegkreisel entstanden, darunter einige Graffiti der Spring Wall 2019 (unten).
Auch in Kambodscha sind mit dem an der Grenze erhaltenen Visum 30 Tage Aufenthalt möglich. Diese haben wir erstmals nicht komplett ausgeschöpft, deswegen auf einige touristische „Highlights“ verzichtet (mit Elefanten Baden, Flussdelphine, Bergvölker…) und sind mit dem Bus direkt zur Grenze nach Laos gefahren. Das geht heute sehr bequem, die beschriebene Mühsal aus alten Erfahrungsberichten aus dem Web mußten wir nicht durchleben. Aber auch heute noch wird der Traveller an der Grenze ausgeladen, zahlt seine kleine inoffizielle Ausreise Gebühr, trägt sein Gepäck bei 37 Grad 500m durchs Niemandsland um dann in Laos die nächsten Gebühren zu bezahlen. Asien. Unser Ziel für mehr als eine Woche war Don Det, eine der 4000 Islands gelegen im breit aufgefächerten Mekong Strom. Willkommen im Backpacker Paradies. Viele Aussteiger gibt es hier, die Guesthäuser und Restaurants betreiben, ein schönes Miteinander aus Touristen und Laoten, kein Massenbetrieb. Ruhig. Schön. Wir wären gerne länger geblieben.
Ebenfalls in Boeung Kak in Phnom Penh (Kambodscha) finden sich die Paste Ups von Eddie Colla. Das sind sehr eindrückliche Portraits, denen ich bereits in Hongkong begegnet bin. Ich mag seine Arbeiten sehr.
Das kleine Viertel Boeung Kak mit seinen Graffiti und Street Art Werken war mein Highlight in Phnom Penh. In der Street 93, einer Sackgasse, finden sich viele Pieces internationaler Künstler, einige gemütliche Cafés und Guesthouses. Der nördliche Teil ist ärmer, die Graffiti eher auf Abrisshäusern zu finden. Suchen. Weitere Infos im Beitrag von Kathmandu & beyond.
Und Achtung: dad werden jetzt 30 Bilder und die Eddie Colla Werke folgen noch…
Etwa 40 Kilometer sind es von Kampot mit dem Roller bis zum Bokor Mountain. Mittlerweile Nationalpark haben die Franzosen dort zur Kolonialzeit verschiedene Gebäude zur Erholung gebaut, auch einen Königspalast gab es. Mittlerweile investieren dort die Chinesen, es gibt ein neues Kasino, der alte Palast, unter Urbexer beliebt, wurde in den letzten Jahren zu einem Hotel umgebaut. Die letzten alten Gebäude lohnen ob der Graffiti und weil man dort auf 1000m Höhe der Hitze des Landes entfliehen kann. Der Urbex- bzw. graffitiuninteressierte Touri wird hier nicht viel spannendes finden. Einen Reisebericht findet ihr ua. auf everontravel.
Saigon hat mir bei weitem nicht so gut gefallen wie Hanoi, wenig Sehenswürdigkeiten, meiner war Chinatown mit seinen Märkten und Tempeln. Die Street Art findet man rund um den September 23 Park, dort wo auch die meisten Backpacker wohnen. Insgesamt waren 2 olle Tage ausreichen, Saigon ist Zwischenstation auf dem Weg ins Mekong Delta.