Um die Luminale-Berichterstattung abzuschließen, möchte ich noch ein paar Bilder aus der letzten Woche zeigen.
Im FBC-Hochhaus in der Mainzer Landstraße (14. Etage) organisierte die Kunstgalerie bestregARTs eine Ausstellung der Künstler Hans Kotter, Ralf Kopp, Marko Roth & Dominik Groebler. Vor allem die Videoinstallation mit Captain Future hatte es mir dort angetan, Erinnerungen an eine glückliche Fernseh-Vergangenheit an neuen Orten.
Der zweite Teil der Fotos entstand in Offenbach, überwiegend in der Heynefabrik, das letzte Bild am Hafen 1, wie auch die Nachtaufnahme oben.
Den heutigen Abend werde ich ohne Frankfurter Nachtwelten verbringen, damit geht der letzte Luminale-Abend in diesem Jahr an mir vorbei. Was bleibt sind viele tolle Eindrücke… und die Bilder.
Die Luminale ist eine meiner absoluten fotografischen Höhepunkte im Jahr. Nachts fotografiere ich sonst eher selten, auch deswegen sind schon die normalen Eindrücke zwischen den einzelnen Stationen viele Bilder wert. Und da bietet Frankfurt mit seinen Hochhäusern interessante Motive.
Aktuell fotografiere ich mit einer Olympus E-M1 Systemkamera, mein neues Lieblingsobjektiv ist das Zuiko 17mm/Blende 1,8. Reduktion auf eine Brennweite und das wesentliche ist hier mein Motto. Der Bildstabilisator in Verbindung mit der hohen Lichtstärke führt dazu, dass ich eigentlich alle Fotos ohne Stativ machen kann. Im Vergleich mit den vielen Fotografen und ihren „dicken“ Dingern kommt man sich etwas untermotorisiert vor. Die Flexibilität und Freiheit auch mit dem Rad schnell unterwegs zu sein, genieße ich jedoch sehr. Die kleine Kamera stört dabei nicht.
Insgesamt kommt mir die Luminale in diesen Jahr weniger spektakulär vor. Ein Beispiel dafür war das Senckenberg-Museum mit seiner Dino-Halle. Sehr gefallen hat mir die Osthafenbrücke und die Naxoshalle. Eine Überraschung abseits der geplanten Runde war die Ruheoase im FCB-Hochhaus (Nr. 18 im Katalog). Wer noch Zeit und Lust hat Frankfurt bei Nacht zu entdecken, kann dies noch bis einschließlich Freitag tun.
Ich zeige heute die ersten 10 Bilder, es ist keines aus der Galerie im FCB-Hochhaus dabei, da dort der Umgang mit den Bildrechten etwas mehr Arbeit benötigen. Alle Fotos wie immer von mir selbst.
Eine Woche vor der Sprengung des AfE-Turms am nächsten Sonntag (10.00 Uhr) zog es mich am gestrigen Samstag auf den alten Campus der Uni in Bockenheim. Alte Erinnerungen auffrischen…. Dort war ich zuletzt bei der Luminale 2012 unterwegs, die Atmosphäre von damals strahlt der von verlassenen Gebäuden umsäumte Platz nicht mehr aus. Die Säulen vor dem Café Koz sind jedoch schön gestaltet von unterschiedlichen Künstlern, seit wann genau, kann ich nicht sagen.
Paralell zur light+building-Messe in Frankfurt findet alle zwei Jahre (15.-20.04.2012) die Luminale statt. Lichtskulpturen und Installationen findet man auch in Mainz, Wiesbaden und Offenbach, ein dicker Katalog und kostenlose Busverbindungen machen die Aktion zur „Biennale der Lichtkultur“ (so der Werbeslogan). In jedem Fall sind nach Sonnenuntergang viele Menschen unterwegs, die meisten mit Stativ und Kamera. Diese „Lichtkunst“ hat zwar nur wenig mit der klassischen Streetart gemein, aber Kunst ist vieles davon auf jeden Fall. Auch wenn ich das Bettlaken in der Heyne-Fabrik in Offenbach wohl nicht richtig verstanden habe…. Hier nun einige Eindrücke: