Mit den Bildern, den Ergebnissen, bin ich weniger zufrieden. Allerdings war der Turm selbst ein Abenteuer. Die Tür war zu, der Zugang dann doch möglich. Und eine Überwindung der inneren Art. Drinnen, oben, war ich ohne Stativ und mit 2 Festbrennweiten unterwegs, zeitlich eingeschränkt. Vielleicht haben mir auch etwas die Ideen gefehlt, denn wenn ich mir die Bilder im Netz anschaue, wäre wohl ein cooles Selfie mit Atemmaske eine gute Idee gewesen.
Aber… halt nicht mein Ding.
Erstmalig war ich in Belgien unterwegs um dort Lost Places und die dazugehörigen Graffiti zu fotografieren. Bilder von dort sind mir in den letzten Jahren oft begegnet, etwas Recherche und Hilfe von Blogger-Kollegen hat uns dann ein sehr spannendes und abwechslungsreiches langes Wochenende beschert. Nicht alles was man im Netz findet, gibt es auch noch im realen Leben, aber das was es gibt, unterscheidet sich doch beträchtlich von dem, was ich aus Deutschland kenne. Und wir haben keine der vielen Herrenhäuser gesehen, die durch ihre Atmosphäre bestechen.
Die Beiträge aus Belgien werde ich nicht am Stück zeigen, sondern immer wieder ins normale Beitragsprogramm einstreuen.
Beginnen möchte ich mit dem letzten Erlebnis eines langen Urbex-Tages in einer was Lost Places angeht super-krassen Stadt. Hier eine Metrolinie, gebaut, fertig, nie in Betrieb genommen. Ohne Taschenlampe nicht machbar, zu mindestens auf dem kleinen Abschnitt den wir kurz vor der realen Dunkelheit draußen durchlaufen sind. Das Titel-gebende Bild, irgendwo in der Dunkelheit, hat mich sehr beeindruckt.
Quellenfest in Bad Vilbel bedeutet auch ein neues Mural im Stadtbild. Das war vor ein paar Jahren oft Herakut mit ihren Motiven am Bahndamm und in der City.
In diesem Jahr (2018) gab es ein neues Bild von Case (sein Elefant aus 2016 hier), dasThema ist eindeutig und trifft wohl den Geschmack der meisten Menschen in dieser Zeit.
Heute Mittag hat Case noch gemalt, aber auch der Drache dürfte mittlerweile fertig sein. Daenerys Targaryen und ihr Ei zählt wohl zu den bekanntesten Eindrücken aus der Fernsehserie, den Drachen auf der für Case typischen Hand finde ich jedoch was Farbe und Motiv angeht viel spannender.
Die offizielle Webseite der Stadt Bad Vilbel rund um die Graffiti-Aktivitäten ist übrigens neu, dort findet ihr jetzt auch eine Karte mit allen Auftragsarbeiten in der Stadt.
Alle Spots in Bad Vilbel (die ich besucht habe) und im Rhein-Main-Gebiet gibt es natürlich auch bei mir in der Karte (siehe auch oben im Kopf der Seite).
Lack & Lines war in den letzten Jahren die Marke für Graffiti Veranstaltungen in Gelnhausen. Dort wurde die Hall of fame am Bahnhof installiert und verschiedene Unterführungen gestaltet. Im Mai 2018 wurden nun während der Messe in Wächtersbach die Wände der Friedrich-August-Genth Sporthalle von verschiedenen Künstlern gestaltet. Leider war ich während der Veranstaltung nicht vor Ort, allerdings habe ich ein paar Wochen davor die Wände fotografiert und einige „work in progress“ von einem befreundeten Fotografen erhalten. Auf diesem Wege meinen besten Dank.
Da die Veranstaltung für Wächtersbach in Sachen Graffiti ein absolutes Highlight ist, war ich natürlich schon dort um die fertigen Pieces zu fotografieren, leider war die Wiese und der Skaterplatz vor der Wand mit einem dicken Schloss gesichert. Kein reinkommen, eingesperrte Kunst sozusagen. Gründe dafür? Keine Ahnung.
Vielleicht haben die Angst vor den Skatern….
Viel Spass mit meinen ersten neuen Eindrücken aus Wächtersbach, im Anschluss allen alten Motiven. Mehr dann hier, wenn der Platz für mich betretbar ist.
Ab hier alle Motive, die dort seit gefühlt Jahrzehnten zu sehen waren.
Unlängst habe ich über die neuen Motive von Alice Pasquini in Raunheim berichtet. Wenn ich mich dort einmal aufhalte, besuche ich auch immer die Graffiti-Wände direkt am Main. Neben einigen für mich neue Motiven, gibt es dort auch zwei Mönche von Jens ShoShin Jansen zu sehen. Weitere findet ihr in meinem Special mittlerweile sind dort 30 Stück zusammen gekommen.