Das die Sessel und Sitzgelegenheiten eine direkte Aussicht auf Graffiti haben, gab es so noch nicht und mußte unbedingt in die Welt. San Francisco. Auf der Gasse. Bin gespannt was die nächsten Tage noch bringen. Ein paar Meter weiter rechts habe ich ein weiteres Bild fotografiert, mit vielen, vielen Tauben und Möwen am Boden.
Was soll ich sagen, angekommen. Nach der ganzen Natur der letzten Tage und Wochen endlich wieder eine richtige Großstadt, ich bin Stadtmensch. Gleich der erste Spaziergang führte an diesem Mural von Osgemeos & Bode vorbei (von 2013), nach seinen Arbeiten in Vancouver schließt sich hier ein Kreis für mich auf dieser Reise, nördlichster und südlichster Ort. Überhaupt habe ich hier in den ersten 30 Minuten mehr Streetart & Graffiti gesehen, als in den ganzen letzten 24 Tagen zusammen. Wiedermal sehr sympathisch. Und auch wenn ich das Meeting of Styles San Francisco vom 18.-20. September 2015 knapp verpasse, werde ich den Mission District diesmal genau erkunden und freue mich jetzt schon auf die viele Straßenkunst dort.
Viele Eindrücke sind in den letzten Wochen auf mich eingestürmt, wir sind immer noch im Nordwesten der USA unterwegs. Das Panorama – Thema von Paleica habe ich bisher ausgelassen, auch wenn ich mehr als genug geeignete Fotos auf der Festplatte habe, fehlt doch die passende Software zum zusammenbauen. Wenn ihr euch für Panoramaeindrücke aus Washington und Oregon interessiert, sei euch der Panorama -Beitrag von Katja auf ihrem Blog weltimsucher empfohlen. Den Blog lege ich sowieso allen Fotofreunden ans Herz.
Für das aktuelle Paleica-Thema Quirlig passen meiner Meinung nach die Bilder aus dem Lassen Volcanic National Park ganz gut, Streetart gibt es hier sowieso nicht.
Die Nationalparks gehören auf meinen Reisen durch die USA einfach dazu. Wunderbare Orte der Entspannung, des Staunens, der Erlebnisse und des Wissens. Drum hats mich dieses mal zum Mount St. Helens gezogen, ein Vulkan, der zu meinen Lebzeiten (1980) das letzte Mal ausgebrochen ist. Es gibt eine Aussichtsplattform mit Visitor Center, die einen direkten Blick in den Krater erlaubt. Hört sich spektakulär an, war es aber bei meinem Besuch weniger. Aufgrund der Mittagszeit und sonnigem Wetter war einfach zu viel Dunst in der Luft um klar und weit sehen zu können. Pech gehabt? Mitnichten.
Die Amerikaner wissen wie man Wissen aufbereitet, im Visitor Center gab es einen Film in einem Kino, 16 Minuten spannende Information über den Vulkan und seinen letzten Ausbruch, …. und am Ende geht nicht das Licht an sondern der Vorhang fährt nach oben und man schaut direkt drauf. Gänsehautmoment.
Spaziergang durch Portland, liegt auf der Route nach Süden, der Stadt selbst fehlen aber irgendwie die Höhepunkte. Bisher keine herausragende Architektur, bisher nur wenig Kunst im öffentlichen Raum. Vielleicht habe ich aber auch nur die falschen Ecken gesehen. Das Frauengesicht oben ist von Rone/2013, das Motiv ganz unten von Gage & Hamilton/2014.