Noch vor der offiziellen Eröffnung der Schirnaustellung am Mittwoch Abend (03.09.2013, 19.00 Uhr) entstanden die Fotos der letzten drei fehlenden Künstler aus Brasilien. Das Gesicht an der Hauswand in der Niddastraße nähe des Hauptbahnhofes ist von Nunca, die neugestaltete Fassade der Sparkasse in der neuen Mainzer Straße 57 (rotes Gesicht) wurde von Onesto gemalt.
Besonders bunt wurde der Bauzaun KFW-Gebäude-Baustelle in der Bockenheimer Landstraße 102, dafür zeichnet Rimon Guimaraes verantwortlich.
Mittlerweile gibt es für beide Smartphone-Systeme die passende App zum runterladen incl. der Videos über die Künstler. Unbedingt empfehlenswert.
Am nächsten Wochenende findet in Wiesbaden ein neues Festival statt – Urban Disturbance nennt sich das ganze.
Es will an die Tradition des Int. Wall-Street-Meeting anknüpfen, das hier 1997 seinen Anfang nahm und später als Meeting of Styles über die ganze Welt wanderte.
Nun, das altehrwürdige Schlachthofgelände sieht mittlerweile ein bischen anders aus, hunderte Quadratmeter legale Graffitifläche vielen dem Abriss und Umbbau zum Opfer, nun sollen die neuen Wände neue Farbe entdecken.
Dazu werden vom 06.09. bis zum 08.09.2013 verschiedene Aktionen laufen, neben Graffiti-Workshops, Vorträgen und Konzerten werden einige großflächige Wände am Schlachthof und der Kulturfabrik neu gestaltet.
Weitere Infos und das genaue Programm gibt es auf der Webseite des Kontext Wiesbaden.
Die Wand an der Murnaustraße kündigt die Veranstaltung an:
Nachdem ich bereits am Wochenende die Künstler Fefe Talavera, Herbert Baglione und Speto mit ihren Arbeiten in Frankfurt vorgestellt habe, zeige ich heute die Werke weiterer Teilnehmer der Street-Art Brazil Ausstellung. Einige Arbeiten konnten wir uns während des Rundgangs nicht anschauen, da die Werke aber alle länger im Stadtbild zu sehen sind, werde ich sie nachreichen.
Wer sich genauer über alle Künstler informieren möchte, kann das in kurzen Portrait-Videos zur Austellung auf youtube machen. Weitere Infos und einen Plan zur Veranstaltung gibt es natürlich in der Schirn. Eine Beschreibung der Ausstellung mit Fazit auf Die Kollektive Offensive und Bilder des bemalten U-Bahn-Zugs auf mainstyle.org.
Und los gehts….
Tinho thematisiert mit seinen Bildern das Schicksal vieler entführter Kinder in Brasilien in den 90er Jahren. Zu sehen am alten Polizeipräsidium zwischen Hauptbahnhof und Messe.
Heute Morgen hatte ich die Gelegenheit in Dörnigheim vorbei zu schauen. Dort gibt es ein neues Bild von Cor und einen Papagei von Be Free. Schade, dass diese schöne Wand so versteckt ist (Bilder nach der Eröffnung). Die allermeisten Dörnigheimer werden die Wand nicht gesehen haben.
Insgesamt sind damit zur Zeit (Stand Anfang September 2013) u.a. die Werke von BoboterOne, Alpa Joe, Penca Uno, Mrcz, zumKrause, Jakob Reinhard, Tokio, ERICK, Cesar, B. Zobel, Be Free und Cor in Dörnigheim zu sehen.
Wer dieser Tage mit offenen Augen durch Frankfurt läuft, kann an verschiedenen Orten die Künstler und Künstlerinnen der Street-Art Brazil Ausstellung der Kunsthalle Schirn bei der Arbeit beobachten. Die Ausstellung selbst besteht aus den unterschiedlichen Graffitis in Frankfurt, die Verbindung zur Schirn stellen die Werke direkt an, vor bzw. unter der Schirn her. Insofern sind die Graffitis dort, wo sie hingehören, unübersehbar, drängen sich den Passanten auf, auch wenn sie dies nicht wollen. Das ist zwar keine Subkultur mehr, es sind alles gestandene Künstler, die durch die Welt reisen und mit ihrem Talent Geld verdienen, sie realisieren aber immer noch ihre eigenen Ideen an ihren eigenen Orten.
Zusammen mit anderen Blogger-Kollegen (mainstyle.org, i-love-urbanart.com, Die kollektive Offensive und Frankfurter Blog) hatte ich am Freitag die Gelegenheit mit Carolin Köchling, der Kuratorin der Brazil-Ausstellung, eine Führung zu einigen Orten mitzumachen und mit den Künstlern selbst ins Gespräch zu kommen. Wer sich dafür interessiert, hat noch bis zum Mittwoch die Gelegenheit vor Ort die Entstehungsprozesse zu begleiten. Am Mittwoch dann werden mit der Eröffnung in und vor der Schirn die Gemälde fertig sein.
Die Orte der Paintings wurden mit den Künstlern abgestimmt und verfolgen ganz unterschiedliche Konzepte. Es lohnt sich bei einem Rundgang die Ideen der Künstler hinter ihren Bildern näher anzuschauen. Dazu gibt es bereits eine App für IOS (Link auf der Schirn-Page) und wird es noch eine für Android geben.
Nähere Infos zu den Künstlern und dem Konzept dahinter auf der Webseite der Schirn.
Ich fange heute mal mit drei Orten an, mehr in den nächsten Tagen.
Auf der Hauptwache direkt auf die Straße malt Herbert Baglione (früher Cobal) seine geisterhaften Gestalten.
Die Arbeiten von Herakut an der Stiftstraße sind abgeschlossen, die Masken von Frau und Kind sind golden geworden, der Hintergrund wurde um blaue Farbe ergänzt. Schön.
Es lohnt sich in Wiesbaden immer wieder die Unterführungen der A66 an der Tannhäuserstraße zu besichtigen. Die heutigen Bilder sind in der dritten, kleinsten, düstersten, entstanden.