Würzburg – Kleiner Graffiti & Streetart – Reiseführer 2016

Wie schon bei meinem ersten Beitrag dieser Art über die Graffiti & Streetart in Mannheim sind alle Bilder hier während einer Fahrradtour im Dezember 2015 entstanden. Ich war also „nur“ 4-5 Stunden unterwegs, das auch noch an einem trüben Wintertag, ca. 25km insgesamt.
map_uebersicht2Im Vorfeld habe ich im Internet recherchiert, die Hall of fame in der Zeppelinstraße gefunden und einige Projektgraffiti entdeckt, die im Rahmen des Streetmeet Festivals Würzburg in den letzten Jahren entstanden sind. Alle klassischen Sehenswürdigkeiten (Burg, Brücke, Residenz usw.) habe ich diesmal nicht besucht, die Stadt (erinnert mich an Prag) ist auch ohne Graffiti in jedem Fall einen Besuch wert.
Auf einer kleinen Karte könnt ihr sehen an welchen Orten ich fotografiert habe und welche Strecke ich gefahren bin. Falls jemand mit ähnlichen Interessen Würzburg besuchen möchte, könnte das hilfreich sein. Ob es in Deutschland Menschen mit ähnlichen Interessen gibt, wage ich allerdings zu bezweifeln.  😉

Graffiti WürzburgLos ging es am Hauptbahnhof in Richtung Neuer Hafen. Eigentlich wollte ich dort direkt aus dem Zug aus Frankfurt aussteigen, der ist dort aber durchgefahren. Die Runde ist dadurch einige Kilometer länger geworden.

Würzburg map1Das Streetmeet Festival
Das Streetmeet Würzburg (Kunstprojekt des KÖR e.V.) fand im Juli 2015 bereits zum 3. mal statt. Über die Stadt verteilt haben unterschiedliche Graffiti-Künstler ihre Werke an Theatern, Schulen, im Neuen Hafen und anderen Orten in Würzburg hinterlassen. Eine offizielle Karte des Festivals von 2015 mit Orten und Künstlern findet ihr rechts. An ihr habe ich meine Route ausgerichtet.

Die hier ausgewählten 47 Bilder können nur einen kleinen Eindruck davon vermitteln, was Würzburg in Sachen Graffiti zu bieten hat. Fotografiert habe ich während der Tour über 400 Bilder. Die meisten davon sind an der Hall of fame entstanden, die Fotos von dort findet ihr in den Posts Erste Eindrücke, Kellerbilder, Treppenaufgang, alte Drachen und hintere Wände. Trotz der beschränkten Auswahl bekommt ihr schon einen guten Eindruck aller Orte, an denen ich fotografiert habe.
Wenn ihr selbst eine eigene Graffiti-Tour durch Würzburg plant und weitere Fragen habt, meldet euch doch per Mail oder schreibt in die Kommentare. Viele Infos zum Thema Graffiti in Würzburg findet ihr in einem Würzburg-Wiki-Graffiti-Eintrag.

Graffiti Fahrrad-Tour durch Würzburg

Los ging es am Hauptbahnhof in Richtung Neuer Hafen:

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg

Von der großen Straße geht es links in den Neuen Hafen, nach der Unterführung das Werk von Chris ESZE & Simon SC aus Würzburg:

Graffiti Würzburg

Graffiti Würzburg

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg

Weiter die Straße runter findet ihr ein Werk von Peter Phobia:
Graffiti Würzburg

Graffiti Würzburg… und das Graffito von Skount:

Graffiti Würzburg

Graffiti WürzburgDer Fisch von Talissa Mehringer:

Graffiti WürzburgBilder der Smileys und mehr der Architektur im Neuen Hafen habe ich schon vor einigen Tagen gezeigt:

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg

Graffiti WürzburgDa ich nicht wieder die gleiche Strecke zurück nach Würzburg fahren wollte, bin ich den Neuen Hafen bis zur Brücke nach Zell am Main weitergeradelt und von dort auf der anderen Main-Seite wieder zurück nach Würzburg gefahren. Gleich am Ortseingang findet ihr das Gebäude-Essemble der Bürgerbräu, ganz hinten in der letzten Ecke können 2 Projekt-Graffiti angeschaut werden. Das erste ist von Talissa Mehringer (auch Fisch oben), das zweite von Peter Phobia. Oberhalb der Bürgerbräu gibt es die Villa Jungnikl, das Graffito im Inneren war aber nicht zu besichtigen.

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgGraffiti WürzburgIn der Einfahrt zur Bürgerbräu findet ihr die bemalten Fässer von Daniel Ebert, Philipp Katzenberger und tigapigs – Creature & Graphic. Eine tolle Idee, wie ich finde. Die würden sich auch gut z.B. am neuen Schlachthof-Park in Wiesbaden umsetzen lassen. Mehr Infos zu den Fässern findet ihr in einem Beitrag der Main Post.

Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgDie Säulen der Brücke der deutschen Einheit auf der westlichen Seite wurden bereits in den letzten Jahren im Rahmen des Streetmeet von unterschiedlichen Künstlern gestaltet (ua. tigapigs und 31graffix), hier nur ein paar Fotos:

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgUnter der Brücke mitten im Main findet ihr das folgende Werk, Brothers of Light. Um den Deich und die Brückenpfeiler zu erreichen war ein kleiner Abstecher auf die andere Mainseite nötig, der Weg dorthin ist nicht ganz legal.

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgWeiter am Main auf der Westseite in Richtung Süden und unterhalb der Burg findet ihr das Jugendkulturhaus Cairo, es war leider geschlossen, die beiden Bilder entstanden im Eingangsbereich (Benuz aus Mexiko) und davor die Mülltonnenverkleidung von tigapigs:

Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgNächster Ort für mich war die Hall of fame in der Zeppelinstraße. Der Vollständigkeit halber hier noch einige nicht gezeigt Bilder, dem Ort habe ich mich ja ansonsten schon ausführlich gewidmet (Links oben).

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgUnweit der aktuell legalen hall of fame im Frauenland (Stadtteil von Würzburg, ich lass mal die Sprüche) findet ihr das Streetmeet 2015 Graffiti von Floksy. Eine Technik, die ich so noch nicht gesehen habe, die sich aber gut eignet um mit vielen „nicht-Künstlern“, vielleicht Schülern? an einem Werk zu arbeiten. Sehr schön.

Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg Graffiti Würzburg

Das Mural am Offiziershaus im Hubland habe ich nicht gefunden, bin mit dem Fahrrad die Straßen dort abgefahren (sehr hügelig), war leider nix. Was blieb war die Rückkehr in die City und das Mural von Skount dort am Mainfrankentheater.

Graffiti Würzburg Graffiti WürzburgEinie Projekt-Graffito weiter außerhalb habe ich mir nicht angeschaut, auch die weiteren (legalen) Graffitiwände am Greinbergknoten werde ich im Rahmen eines nächsten Besuches besichtigen.
Da ich im Dezember unterwegs war, war es an meinem Besuchstag gefühlt nie richtig hell, die Motive wirken bei Sonnenlicht sicherlich noch einmal viel plastischer. Das indisch-tibetanisches Bistro „Himalaya“ würde ich euch noch empfehlen, leider hat das Lokal keine Webseite, eine Kritik hat das intellektuelle Weichei veröffentlicht, einen Bericht über Graffiti in Würzburg ebenfalls. Ihr ihr findet es am Dominikanerplatz (Maps hier).

22 Gedanken zu „Würzburg – Kleiner Graffiti & Streetart – Reiseführer 2016

  1. Coole Werke, die Du da abgelichtet hast. Auch die Art, wie Du sie fotografiert hast, gefällt mir sehr gut.

    Mein Favorit sind die Fässer, da sich das überall legal und von jedem umsetzen lässt. Besonders wie die Form des Fasses bei dem Totem ausgenutzt wurde, find ich stark!

    • Die Fässer haben mir auch besonders gut gefallen, zumal ich im Vorfeld nichts davon wußte und ich plötzlich und unerwartet davor stand. Und ja, du hast Recht. Die Möglichkeiten sind sehr groß, auch temporär nutzbar, stapelbar, man kann Wände damit bauen. Ich kann mir spontan viel vorstellen.

  2. Großartige Sachen hast du da gefunden. Beeindruckend. Durch das graue Licht wirkt das Bunt besonders, die Umgebung dazu besonders schäbig 😀
    Gefällt mir gut. Wieso sollte es in Deutschland niemand mit ähnlichen Interessen geben?? Na gut, vielleicht weniger obsessiv als du es betreibst vielleicht ;D, aber sonst gibt es doch genug StreetArt-Begeisterte, oder nicht?? Superidee auf jeden Fall, mal so eine konkrete Betrachtungs-Strecke auszuarbeiten … Würzburg als Museum 😉

    • Hallo und guten Morgen Andrea,
      …. naja, jeder braucht doch eine Obsession? Oder nicht. War das gar abfällig gemeint? 😉
      Außerdem war die Aussage natürlich etwas provokativ gemeint, wenn ich mir so anschaue wie viel z.B. der Herr Bernd Meyer in Bremen unterwegs ist. ICH BIN NICHT ALLEINE. Gott sei Dank.
      Für Hamburg wär das auch mal was, ein Vorbild für St. Pauli und Schanzenviertel gibt es ja schon… für mich sind diese Touren auch immer eine gute Möglichkeit mich mal wieder sportlich zu betätigen. Sind doch ein paar Kilometer gewesen.
      Liebe Grüße aus dem tristen Süden.
      Jörg

      • Moin Jörg 😉
        Nein, das war überhaupt nicht abwertend gemeint. 🙂 Ganz im Gegenteil, vielleicht eher etwas schmunzelnd. Ich bewundere dein Interesse und deinen Einsatz. 🙂
        Ganz voll im Ernst. Und ich bewundere auch die Dinge, die du so findest!! Und zeigst. Die sind spannend.
        Ach ja, die sportliche Betätigung. ich wollte heute morgen eigentlich wenigstens mal spazieren gehen…. 😀 Aber die Zeit wird wohl nicht mehr reichen. Nun denn…hier ist inzwischen die Sonne rausgekommen 😉 Liebe Grüße!

        • Moin, moin. Habe gelesen das man das bei euch da oben allgemein als Begrüßung verwendet, immer und überall. Hier fällt der Regen in Strömen vom Himmel und verhindert erfolgreich die eigene Auseinandersetzung mit der freien Natur. 🙂 Drum bleib ich heut in selbstgewählter Unfreiheit. Dahaam, wie der Hesse sagt. 🙂

          • 😀 Jo. Stimmt. So sacht man hier! 😉
            Dann hoffe ich mal, dass deine selbstgewählte Unfreiheit dein Wohlbefinden nicht einschränkt. Hier ist es vor allem ziemlich glatt …. Ich hoffe, dass diese Tatsache MEIN Wohlbefinden im weiteren Tagesverlauf nicht noch irgendwie einschränkt 😉

  3. Tolle Aufnahmen, tolles Projekt. Schmunzeln musste ich wegen der Fahrradtour im Dezember. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen eine Fahrradtour im Dezember schlicht unmöglich gewesen wäre.

  4. Echt cool, die Fässer sind toll. Es macht mir immer wieder Spaß mir deine Bilder anzuschauen. danke fürs Zeigen.

  5. Tolle Werke, toll abgelichtet! So kenne ich Würzburg ja gar nicht. Die family meiner Mutter wohnt(e) dort und ich war als Kind und jugendliche oft in Würzburg, nun aber schon langer Zeit nicht mehr. Findet so etwas öfter regelmäßig statt? Das würde mich ja wirklich mal sehr interessieren!

Kommentar verfassen